Holger Falk

Bariton

Bariton

Biografie

„Falk singt mit einer enormen klanglichen Bandbreite, die keine musikvergessene Entspannung zulässt: Es ist, als bissen sich die Texte mit jeder Silbe, jedem Ton tiefer ins Ohr hinein (…) Falks Gestaltungsvermögen ist sensationell“, urteilt die ZEIT und die Washington Post jubelt: „Falk charakterisiert jedes Wort so lebendig, dass man seine Botschaft auch verstünde, sänge er in Vedischem Sanskrit!“ Beweglichkeit, Farbigkeit und Unmittelbarkeit im Ausdruck machen ihn zu einem international gefragten Interpreten.

Eine große Leidenschaft verbindet ihn neben dem barocken und klassischen Repertoire mit dem zeitgenössischen Musiktheater. So sang er Wolfgang Rihms große Hauptpartien: Jakob Lenz an der Nationaloper Warschau und Dionysos am Theater Heidelberg sowie auf Einladung von Gérard Mortier den Cortez in Die Eroberung von Mexico am Teatro Real Madrid. Für seine überragenden Interpretationen der Partie der Kassandra in Xenakis Oresteia (2017) sowie des Lord Byron in Michael Wertmüllers Uraufführung Diodati. Unendlich (2019) am Theater Basel wurde er von der Opernwelt bereits zweimal für den Sänger des Jahres nominiert. 2020 interpretierte er die Uraufführung des Monodramas „Ein Brief“ von Manfred Trojahn mit dem Beethoven Orchester an der Oper Bonn sowie „Eight Songs for a Mad King“ an der Bayerischen Staatsoper.

Für die CD Hanns Eisler Lieder Vol. 1, die erste einer vierteiligen Reihe der Lieder Hanns Eislers (MDG), erhielt er die Auszeichnungen Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 2017, CD des Monats (Opernwelt) und Gramophone Editor´s Choice Award. Er ist Preisträger des ECHO Klassik 2016 für seine Gesamtaufnahme der Mélodies et Chansons von Erik Satie und veröffentlichte eine Gesamteinspielung aller 115 Mélodies von Francis Poulenc (MDG). 2017/18 folgten die Aufnahmen Hanns Eisler Lieder Vol. 2 und Lieder Vol. 3, für Vol. 3 wurde er 2019 für den Opus Klassik als Sänger des Jahres und solistische Einspielung Gesang: Lied nominiert. In der Saison 2019/20 wurden die CDs Hanns Eisler Lieder Vol. 4 (MDG) und Il Gondoliere Veneziano (Prospero) – ein musikalischer Spaziergang durch Venedig – veröffentlicht.

In der Saison 2021/22 singt Holger Falk u.a. die Rolle des Jaufré Rude in „L’amour de loin“ der finnischen Komponistin Kaija Saariaho an der Oper Köln oder die UA von Chaya Czernowins „ATARA“ mit dem RSO Wien.

In seinem aktuellen Studioprojekt hat er sich dem 1892 geborenen Halbschweizer Arthur Honegger zugewandt, der – auch dank seiner Sympathien für das deutsche Musikerbe von Bach bis Wagner – eine weniger radikale, eher vermittelnde Rolle in der ohnehin heterogenen französischen Künstlerbewegung „Groupe des Six“ einnahm.

Seit dem Sommersemester 2019 ist Holger Falk Professor für Liedinterpretation und Aufführungspraxis für zeitgenössische Musik an der Kunstuniversität Graz.

www.holgerfalk.com

Kontakt

Ansprechpartner

Julia Mauritz Bettina Schimmer