Holger Falk

Bariton

Bariton

Biografie

„Falk singt mit einer enormen klanglichen Bandbreite, die keine musikvergessene Entspannung zulässt: Es ist, als bissen sich die Texte mit jeder Silbe, jedem Ton tiefer ins Ohr hinein (…) Falks Gestaltungsvermögen ist sensationell“, urteilt die ZEIT und die Washington Post jubelt: „Falk charakterisiert jedes Wort so lebendig, dass man seine Botschaft auch verstünde, sänge er in Vedischem Sanskrit!“ Beweglichkeit, Farbigkeit und Unmittelbarkeit im Ausdruck machen ihn zu einem international gefragten Interpreten.

Eine große Leidenschaft verbindet ihn neben dem barocken und klassischen Repertoire mit dem zeitgenössischen Musiktheater. So sang er Wolfgang Rihms große Hauptpartien: Jakob Lenz an der Nationaloper Warschau und Dionysos am Theater Heidelberg sowie auf Einladung von Gérard Mortier den Cortez in Die Eroberung von Mexico am Teatro Real Madrid. Zahlreiche neue Partien wurden darüber hinaus für Holger Falk geschrieben. So brachte er Der Goldene Drache von Peter Eötvös an der Oper Frankfurt und bei den Bregenzer Festspielen zur Ur-/Erstaufführung und sang Eötvös Paradise reloaded am Palace of Arts–Müpa Budapest. Weiterhin interpretierte er die Premieren von Frühlings Erwachen von Benoit Mernier am La Monnaie Brüssel, Make no Noise von Miroslav Srnka an der Bayerischen Staatsoper München, Weine nicht, singe! von Michael Wertmüller an der Hamburgischen Staatsoper, Enrico von Manfred Trojahn an der Oper Frankfurt sowie Werke von Steffen Schleiermacher (Kokain), Jan Müller-Wieland (Die Irre), Hans Gefors (Schattenspiele), Vladimir Tarnopolski (Jenseits der Schatten), Beat Furrer (La biancha notte), Fabián Panisello (L ́officina della resurrezione) und Georges Aperghis (Le Soldat inconnu). Für seine überragenden Interpretationen der Partie der Kassandra in Xenakis Oresteia (2017) sowie des Lord Byron in Michael Wertmüllers Uraufführung Diodati. Unendlich (2019) am Theater Basel wurde er von der Opernwelt bereits zweimal für den Sänger des Jahres nominiert. 2018 gab er als Jean-Charles in Hans Werner Henzes Das Floß der Medusa mit den Bochumer Symphonikern sein Debüt bei der RuhrTriennale. 2020 interpretierte er die Uraufführung des Monodramas Ein Brief von Manfred Trojahn mit dem Beethoven Orchester an der Oper Bonn.

Als begeisterter Konzert- und Liedsänger war Holger Falk u. a. an der Kölner Philharmonie, der Elbphilharmonie Hamburg, am Konzerthaus Berlin, am Gewandhaus Leipzig, bei den Schwetzinger SWR Festspielen, beim Heidelberger Frühling, den Ludwigsburger Schlossfestspielen, der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart, beim Rheingau Musik Festival, bei den Berliner Festspielen, beim Schleswig-Holstein Musik Festival, am Palais des Beaux-Arts Bruxelles, der Franz-Liszt-Akademie Budapest, am Wiener Konzerthaus, beim Steirischen Herbst Graz, am Muziekgebouw aan’t IJ Amsterdam, am Megaron Athen sowie bei der Frick Collection NYC und Phillips Collection Washington zu Gast.

Für die CD Hanns Eisler Lieder Vol. 1, die erste einer vierteiligen Reihe der Lieder Hanns Eislers (MDG), erhielt er die Auszeichnungen Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 2017, CD des Monats (Opernwelt) und Gramophone Editor´s Choice Award. Er ist Preisträger des ECHO Klassik 2016 für seine Gesamtaufnahme der Mélodies et Chansons von Erik Satie und veröffentlichte eine Gesamteinspielung aller 115 Mélodies von Francis Poulenc (MDG). 2017/18 folgten die Aufnahmen Hanns Eisler Lieder Vol. 2 und Lieder Vol. 3, für Vol. 3 wurde er 2019 für den Opus Klassik als Sänger des Jahres und solistische Einspielung Gesang: Lied nominiert. In der Saison 2019/20 wurden die CDs Hanns Eisler Lieder Vol. 4 (MDG) und Il Gondoliere Veneziano (Prospero) – ein musikalischer Spaziergang durch Venedig – veröffentlicht.

In der Saison 2020/21 singt Holger Falk u. a. Liederabende im Pierre Boulez Saal Berlin, am deSingel Antwerpen, am Wiener Konzerthaus, bei den Musikfestspielen Potsdam und beim Bodenseefestival.

Seit dem Sommersemester 2019 ist Holger Falk Professor für Liedinterpretation und Aufführungspraxis für zeitgenössische Musik an der Kunstuniversität Graz.

www.holgerfalk.com

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Julia Mauritz Bettina Schimmer