Holger Falk

Bariton

Bariton

Biografie

Als „einen der geistig und stimmlich beweglichsten Sänger auf deutschen Bühnen“ rühmte ihn die Opernwelt; die FAZ lobte seinen „weichen, auch in höchster Lage fabelhaft leicht ansprechenden Bariton“. Das Fachmagazin FonoForum nennt seine Stimme „nichts weniger als ein Ereignis“ und seine Ausdrucksvariabilität superb. Beweglichkeit, Farbigkeit und Unmittelbarkeit im Ausdruck machen Holger Falk zu einem international gefragten Interpreten.

Holger Falk liebt es, mit zeitgenössischen Komponisten zusammenzuarbeiten und hat u.a. Werke von Peter Eötvös (Der goldene Drache, Paradise reloaded), Beat Furrer (La biancha notte), Georges Aperghis (Le soldat inconnu) oder Michael Wertmüller (weine nicht, singe!) uraufgeführt. Darüberhinaus hat er zahlreiche klassische Rollen von Monteverdis »Orfeo« bis zu Wolfgang Rihms großen Opern gesungen. Er arbeitete mit herausragenden Dirigenten wie Christopher Hogwood, Konrad Junghänel, Franck Ollu und Gabriel Garrido sowie Regisseuren wie Calixto Bieito, Jette Steckel, Pierre Audi und Werner Schröter. Außerdem singt er regelmäßig mit Ensembles wie Ensemble Modern, Sinfonietta Basel, Musikfabrik NRW, Elyma, Concerto Köln, Elbipolis Hamburg und nuovo aspetto.

Einladungen führen ihn an Opernhäuser wie Teatro Real Madrid, Bayerische Staatsoper, Hamburger Staatsoper, La Monnaie Brüssel, Theátre des Champs Elysees Paris, Theater an der Wien, Oper Frankfurt, Nationaloper Warschau neben zahlreichen anderen Opernhäusern.

Aufnahmen und Auszeichnungen
Nicht erst seit dem Echo Klassik für seine Gesamteinspielung „Satie – Intégrale des Mélodies et Chansons“ 2016 hat Holger Falk sich auch als Spezialist für die Musik des 20. Jahrhunderts etabliert. Im stilistisch extrem breit gefächerten Repertoire dieser Zeit fühlt er sich besonders zu Hause; ganz besonders gilt das für Hanns Eisler, den er ausdrücklich für einen der besten Liedkomponisten des Jahrhunderts hält: „Eisler zu singen heißt die Farben und Charaktere dieses Jahrhunderts stimmlich auszudrücken. Lyrisch und warm, intellektuell und scharf, schauspielerisch und leger, proletarisch und agitierend, sperrig und atonal, schlicht und fein. So singt sich Eisler. Er verlangt äußerste Durchlässigkeit und Ehrlichkeit. Künsteln ist dieser Musik zuwider. Man hört sofort die Lüge. Triffst Du den Ton, bist Du berührt.“ In erstaunlicher Stilvielfalt von Schönberg-inspirierten 12-tönigen Liedern über die heute am ehesten als „typisch Eisler“ assoziierten politischen Kampf-Songs bis zum tief empfundenen Liederbuch, das in Hollywood entstand, vereint Eisler alles, was das 20. Jahrhundert ausmacht, meint Falk. Dieser Herausforderung stellen sich er und sein Klavierpartner Steffen Schleiermacher mit einer vier Einzel CDs umfassenden Einspielung. Für erste CD „Hanns Eisler Lieder Vol. 1“ erhielt er den Preis der deutschen Schallplattenkritik 2017. Es folgten die Aufnahmen „Hanns Eisler Lieder Vol. 2“ und „Lieder Vol. 3“ , wiederum nominiert für den Preis der dt. Schallplattenkritik, den Gramophone Award und den International Classical Music Award. Als Spezialist der Mélodies von Francis Poulenc veröffentlichte Holger Falk außerdem eine Gesamteinspielung aller 115 Mélodies (3 CDs) von Francis Poulenc (MDG). Weiterhin sind u. a. Wolfgang Rihm Lieder (MDG), Josef Matthias Hauer Hölderlin-Lieder (MDG), Hommage an August Stramm (MDG), Schuberts Schwanengesang sowie Paradise reloaded von Peter Eötvös mit ihm erschienen.

Seit dem Sommersemester 2019 ist Holger Falk Professor für Liedinterpretation und Aufführungspraxis für zeitgenössische Musik an der Kunstuniversität Graz.

www.holgerfalk.com

Kontakt

Ansprechpartner

Julia Mauritz Bettina Schimmer

Schimmer PR verwendet Cookies, die für die Funktionalität und das Nutzerverhalten auf der Webseite notwendig sind. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie dem Einsatz von Cookies zu, wie sie in unserer Datenschutzerklärung im Detail ausgeführt ist.

Akzeptieren