Vera-Lotte Boecker

Sopran

Sopran

Die Sopranistin Vera-Lotte Boecker zählt zu den vielfältigsten Sängerinnen ihrer Generation. Ihr breit gefächertes Repertoire reicht von Operette über große Oper bis hin zu Neuer Musik. 2022 kürte das Fachmagazin “Opernwelt“ die Kölnerin zur Sängerin des Jahres, eine der wichtigsten Auszeichnungen im deutschen Opernbetrieb. 2023 wurde sie mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST als „Darsteller:in Musiktheater“ ausgezeichnet.

Die Saison 2023/2024 begann mit Vera-Lottes Boeckers Rollendebüt als Dorota in Tobias Kratzers Neuinszenierung von Schwanda (Weinberger) am Theater an der Wien, die musikalische Leitung hat Petr Popelka. Als Daphne kehrt sie unter dem Dirigat von Thomas Guggeis in Romeo Castelluccis Inszenierung an die Staatsoper Berlin zurück.

Bei den Bregenzer Festspielen wird sie ihr Rollendebüt als Agathe in Philip Stölzls neuer Inszenierung des Freischütz geben. Auf dem Konzertpodium wird sie zudem im Musikverein mit Brahms‘ Ein deutsches Requiem zu hören sein.

Bei den Stuttgarter Philharmonikern stehen dann Alban Bergs Sieben frühe Lieder auf dem Programm und im Frühjahr wird sie erstmals in der Sopranpartie in Mendelssohns Paulus im Wiener Konzerthaus zu hören sein.

Sie ist darüber hinaus Gast in der Liedwoche von Christian Gerhaher auf Schloss Elmau und wird gemeinsam mit der Pianistin Sarah Tysman ihren ersten Liederabend geben.

Zu den Highlights der Saison 22/23 gehörten ihre hochgelobten Rollendebuts in der Titelpartie als Daphne von Richard Strauss (Staatsoper Berlin, Castellucci/Guggeis) und bei den Wiener Festwochen als Lulu (Freitas/Maxime Pascal) in der gleichnamigen Oper von Alban Berg.

An der Wiener Staatsoper konnte Vera-Lotte Boecker in der vergangenen Saison große Erfolge als Sophie (Rosenkavalier unter Philippe Jordan), Tochter (Cardillac) sowie in der szenischen Umsetzung von Mahlers Das klagende Lied durch Calixto Bieito unter dem Dirigat von Lorenzo Viotti feiern.

Auf dem Konzertpodium war Vera-Lotte Boecker in vielen wichtigen Sälen zu Gast, so etwa im Wiener Konzerthaus, der Kölner Philharmonie, dem Dresdner Kulturpalast, der Stuttgarter Philharmonie und dem Wiener Musikverein. Mit dem dem Vogler Quartett brachte sie Aribert Reimanns „Mignon“ für Sopran und Streichquartett im Konzerthaus Berlin zu Gehör, in Manchester war sie mit der Lulu-Suite von Alban Berg zu erleben und sang den Sopranpart in Beethovens 9. Sinfonie unter Rafael Payare in Montreal.

Ein Höhepunkt ihrer bisherigen Karriere stellt Bluthaus (München 2022) dar: für ihre Leistung als Nadja in Georg Friedrich Haas‘ Oper wurde sie zur Sängerin des Jahres gewählt (Opernwelt) und mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST als „Darsteller:in Musiktheater“ geehrt. Bei dieser außerordentlichen Produktion führte Claus Guth die Regie, die musikalische Leitung hatte Titus Engel.

Sie war unter anderem im Ensemble der Komischen Oper Berlin (2017–2020) und der Wiener Staatsoper (2020–2022) und sang an beiden Häusern wichtige Partien ihres Fachs.
Ihr Repertoire reicht von Mozart (Donna Anna, Pamina, Komische Oper Berlin 2018), und Halévy (La Juive, La princesse Eudoxie, Bayerische Staatsoper 2016), über Verdi (La Traviata, Violetta Valéry (Komische Oper Berlin 2018), Rigoletto, Gilda (Wiener Staatsoper 2022) Falstaff, Nanetta, Wiener Staatsoper 2022)) bis hin zur Operette (Die Fledermaus, Adele (Wiener Staatsoper 2021), Viktoria in Viktoria und ihr Husar (Komische Oper 2019) und Lydia in Weinbergers Frühlingsstürme (Komische Oper Berlin, Opus Klassik Award 2021).

2022 erhielt sie den österreichischen Musiktheaterpreis in der Nachwuchskategorie für ihre Darstellung der Micaëla in Calixto Bieitos Inszenierung von Bizets Carmen (Wiener Staatsoper 2022).

In der Moderne zählen unter anderem Agnès in Written on Skin (Bolshoi Theater 2017), Autonoe in Henzes The Bassarids (Salzburger Festspiele 2018), Natalie im Prinz von Homburg (Staatsoper Stuttgart 2018), Iris in Lucia Ronchettis Esame di mezzanotte (Uraufführung des Jahres), Nadja in G.F. Haas‘ Bluthaus (Bayerische Staatsoper 2022) und Alban Bergs Lulu in Lulu (Wiener Festwochen 2023) zu ihrem Repertoire.

Vera-Lotte Boecker studierte Gesang an der Hochschule für Musik Hanns Eisler, an der Operaakademiet des Royal Danish Theater (Kopenhagen) sowie an der Universität der Künste Berlin bei Beatrice Niehoff.

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Bettina Schimmer Friederike Eckhardt