Noé Inui

CD Projekt

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Kurzinformation

Sie gelten als Prüfstein für jeden jungen Geiger: Johann Sebastian Bachs sechs Sonaten und Partiten für Violine solo, BWV 1001–1006. Nicht umsonst hat Yehudi Menuhin sie einst als „Altes Testament“ allen Geigenspiels bezeichnet.

Im Alter von vier Jahren begann Noé Inui mit dem Geigenspiel, nachdem sein Vater begeistert von einem Konzert von Henryk Szeryng berichtete. Der polnisch-mexikanische Geiger und Pädagoge nahm den gesamten Violinzyklus BWV 1001–1006 gleich zweimal auf: 1955 (noch in Mono) und erneut im Jahr 1967. Die bahnbrechende zweite Einspielung gilt seither als Referenz. Und diese Aufnahme war es auch, die Noé Inuis Vater bei den vielen gemeinsamen Autofahrten abspielte und die sich tief in das Gedächtnis des 1985 in Brüssel geborenen Virtuosen mit japanisch-griechischen Wurzeln eingeprägt hat.

„Die Einspielung von Bachs Werken für Violine solo ist für jeden Geiger ein Meilenstein. Nicht nur deshalb habe ich mich entschlossen, dieses Projekt in Angriff zu nehmen, sondern auch, weil ich zeigen möchte, wie man ein Gleichgewicht finden kann zwischen historisch informierter Aufführung und moderner Spielweise.“ schreibt Inui im Begleittext zu seinem neuen Doppelalbum „Sei Solo“, das im Juli 2026 bei Ars Produktion erscheint.

So hat er in seiner Einspielung der 3. Partita eine Spielweise ausprobiert, die als ‚jeu inégal‘ (ungleiches Spiel) bezeichnet wird und dem modernen Swing oder Jazz ähnelt. Damit löst sich Noé Inui von Konventionen, schafft vielleicht gar eine zeitgemäße Referenzaufnahme.

www.noeinui.com
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Julia Mauritz