Mehr über Beethoven Orchester Bonn

Mit Beethoven zurück in die Zukunft: Das Beethoven Orchester Bonn startet höchst innovativ in das Jubiläumsjahr seines Namenspatrons

Über 80 Konzerte in zwölf Konzertreihen an ganz unterschiedlichen Spielorten Bonns laden zum musikalischen Erkunden, Genießen und Überraschtwerden ein

Wie kann man Ludwig van Beethoven anlässlich seines 250. Geburtstags künstlerisch gerecht werden? Diesem berühmtesten Sohn der Stadt Bonn, dessen weltweite Popularität ihn quasi zu einem internationalen kulturellen Gütesiegel hat werden lassen? Und dessen Werke seit jeher zur klassischen Grundversorgung eines jeden Musizierenden zählen? Es gäbe ausreichend Gründe, ab dem 16. Dezember (wahrscheinlich Beethovens Geburtstag) in der ehemaligen Bundeshauptstadt einen lautstarken Huldigungsmarathon einzuläuten – doch das Beethoven Orchester Bonn unter seinem seit 2017 amtierenden Künstlerischen Leiter Dirk Kaftan hat sich für einen anderen, reflektierenden Weg entschieden: „Diesen Starkult, das Sich-selber-Zelebrieren wird es dieses Mal nicht geben“, betont Kaftan. Der Bonner Generalmusikdirektor hat sich mit seinen Musikern für das Jubiläumsjahr vielmehr zum Ziel gesetzt, „die Relevanz von Beethovens Musik, seiner Kraft und seiner Ideen unter Beweis zu stellen – für das Hier und Heute, für jede Alters- und Zielgruppe, für dich und mich. Wir wollen Beethoven und unser Beethoven Orchester Bonn mitten in der Gesellschaft und zugleich im Herzen der Stadt neu verankern.“
Da ist es nur folgerichtig, dass das Beethoven Orchester Bonn 2020 neben der Oper mit einer Vielzahl unterschiedlicher und zum Teil neuer Spielorte im Stadtgebiet aufwartet – von der Redoute und dem Plenarsaal des Alten Bundesrats über Universität, Beethoven-Haus, Kreuzkirche, Pantheon und Brücken-Forum bis zum Telekom Forum oder dem BaseCamp Hostel sowie zwei Open-Air-Konzerte auf der Hofgartenwiese (inkl. Livestream) oder dem Kunstrasen Bonn. Das Programmangebot wie die Formate sind gleichermaßen vielgestaltig, dabei aber alles andere als willkürlich. Zwölf Konzertreihen weist der Saisonkalender 2019/20 aus, insgesamt werden über 80 Programme dargeboten.

Einen speziellen Blick auf die Beethoven’schen Anfänge – und zugleich auf die Keimzelle des heutigen Beethoven Orchester Bonn – wirft dabei die in der historischen Redoute, dem ehemaligen kurfürstlichen Ballhaus, präsentierte Reihe „Vor Ort/Hofkapelle“. Bei der ebenfalls bereits gestarteten Reihe „Im Spiegel“ dreht sich ebenfalls vieles um den berühmten Stadtsohn. An vier Sonntagvormittagen treffen dabei im Opernhaus bekannte Talk-Gäste auf populäre Kompositionen, etwa der Moderator und Multiinstrumentalist Götz Alsmann auf Beethovens Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67 (12.1.) oder der US-Pianist Kit Armstrong auf dessen Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll op. 37 (22.3.). Die „Beethoven-Lounge“ verspricht dann ab Januar eine musikalische Talkshow im allerbesten Sinne. Dirk Kaftan lädt in dieser Saison an fünf Abenden prominente wie eloquente junge Gäste ins Pantheon ein, um sich mit ihnen auf jeweils ganz individuelle Weise dem Jubilar und dessen heutiger Bedeutung anzunähern.

Die Konzerte in Kooperation mit der BTHVN2020 Jubiläumsgesellschaft bilden auch einen wichtigen Bestandteil der laufenden Saison, darunter eine – standesgemäße – Eröffnungsgala (16.12.), die Beteiligung beim „Beethoven-Marathon“ (21.12.) oder die Gegenüberstellung zweier Kompositionen Beethovens beim Konzert „Schicksale“ (11.1.), das Klavierkonzert Nr. 4 mit seinem lieblich-heiteren, beinahe pastoralen Ton, interpretiert von dem herausragenden Beethoven-Interpreten Gerhard Oppitz, sowie die epochale Sinfonie Nr. 5 mit ihrem Subtext über Macht und Trotz, Weltenbrand und Himmelsstürmer. Und unter dem Motto „X-Rayed“ (26.6.) wird Beethovens Siebte sozusagen als multimediales Gesamtkunstwerk auf die Bühne gebracht.

vollständige Presseinformation zur Saison 2019/2020

vollständiges Programmbuch der Saison 2019/2020