Das Armida Quartett als Preisträger in Residence bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern (13.6.-6.9.)
2006 tauften vier junge MusikerInnen in Berlin ihr frisch gegründetes Streichquartett auf den Namen einer fiktiven sarazenischen Zauberin, die seit nunmehr 400 Jahren – dank eines vielfach vertonten Epos von Torquato Tasso – die Musikszene und ihre Zuhörerschaft in ihren Bann schlägt. Zu den Dutzenden Komponisten, die diese Figur auf die Opernbühne brachten, zählte auch Joseph Haydn, der bekanntlich als Vater der Gattung Streichquartett gilt. Seinem somit doppelt hintergründigen Ensemblenamen hat das Armida Quartett in den letzten beiden Jahrzehnten alle Ehre gemacht: mit magischen Konzertmomenten und einem zauberhaften Quartettsound, der diverse Auszeichnungen wie den OPUS Klassik (für Vol. 4 der Mozart-Streichquartette, CAvi-music) nach sich zog.
Nun feiern die Armidas ihr 20-jähriges Ensemblejubiläum – und das in unveränderter Besetzung sowie mit einer nach wie vor beachtlichen Auftrittsfrequenz. Dies ist umso erstaunlicher, als sich der private wie berufliche Status der einzelnen Mitglieder in den beiden Jahrzehnten gravierend verändert hat.
So brauchte es keine Zauberei, sondern nur musikalischen Sachverstand, um die vier als Preisträger in Residence 2026 für die diesjährigen Festspiele Mecklenburg-Vorpommern (MV) zu nominieren und so zu einem zentralen Programmpfeiler dieses in Europa größten Musikfestivals seiner Art zu machen. Von den insgesamt rund 120 Veranstaltungen wird das Armida Quartett allein 19 Konzerte (13.6.-6.9.) quer durch das norddeutsche Bundesland bestreiten: zu viert wie auch verstärkt mit hochkarätigen KollegInnen an ungewöhnlichen Locations wie Rittersaal, Scheune, Gutshaus, Kornspeicher, Ballsaal im Grand Hotel, Klosterkirche, Atelier, Schulaula oder Schlosshof open air.




