Kuss Quartett startet neue Gesamtaufnahme mit Mozart Quintetten und Neukompositionen
In Vorbereitung auf sein 25-jähriges Bühnenjubiläum (2027) startet das Kuss Quartett die Gesamtaufnahme der Streichquintette Mozarts, besetzungstechnisch komplettiert durch ausgewählte Mitstreiterinnen und Mitstreiter sowie programmatisch angereichert durch die unmittelbare Gegenwart: Denn für dieses Projekt beauftragte das Ensemble sechs zeitgenössische Komponistinnen und Komponisten mit „Postkarten an Mozart“.
Akustische Brückenschläge zwischen der Gegenwart und einer längst vergangenen Epoche sind zu einem echten Markenzeichen der vier Virtuosen geworden, was erst jüngst in einer Auszeichnung mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik (für ihr Schubert-Album, Rubicon RCD1104) mündete. Dabei betonte die Jury: „Eine so stringente Programmdramaturgie bei Musik, deren Entstehung knapp zwei Jahrhunderte trennt, erlebt man selten.“ Nun haben Jana Kuss, Oliver Wille (Violinen), William Coleman (Viola) und Mikayel Hakhnazaryan (Violoncello) alle sechs Mozart‘schen Streichquintette in den Blick genommen – und lassen wiederum klassische Meisterwerke mit Neukompositionen unserer Tage korrespondieren.
Auf den insgesamt drei CDs werden neben den Streichquintetten Mozarts zusätzlich Novitäten (und somit Weltersteinspielungen) aus der Feder von Manfred Trojahn und Matthew Shlomowitz (Vol. 1), Rebecca Saunders und Enno Poppe (Vol. 2) sowie Isabel Mundry und Sarah Nemtsov (Vol. 3) zu hören sein, die begleitend vom Quartett auch uraufgeführt werden. Ein Konzept, das in schönster Weise die Relevanz Mozarts für die Gegenwart und deren Musikproduktion offenlegt, zugleich aber auch eine zeitgenössische Verbeugung vor dem unvergänglichen Erbe des Wiener Klassikers ist.




