Orchester des 18. Jahrhunderts

Kurzinformation

1981 gründeten Frans Brüggen mit einigen befreundeten Musikern das Orchester des 18. Jahrhunderts: Fünfzig junge Pioniere aus mehr als fünfzehn verschiedenen Ländern kamen in Amsterdam zusammen, um ihre musikalischen Kräfte zu bündeln. Als Spezialisten für die Musik des achtzehnten und frühen neunzehnten Jahrhunderts spielten sie auf historischen Instrumenten oder auf zeitgenössischen Kopien. Frans Brüggen, einst der berühmteste Blockflötist der Welt, wurde zu einem der führenden Experten für die Aufführung der Musik des 18. und frühen 19. Jahrhunderts. Geboren in Amsterdam, studierte er Musikwissenschaft und erhielt bereits im Alter von 21 Jahren einen Ruf an das Königliche Konservatorium in Den Haag. Später hielt er Positionen als Professor an der Harvard University und an der University of Berkeley inne. Luciano Berio beschrieb Frans Brüggen als „Musiker, der kein Archäologe, sondern ein großer Künstler ist“.

Das breit gefächerte Repertoire, das das Orchestra of the Eighteenth Century für Philips Classics und aktuell für The Grand Tour / Glossa aufgenommen hat, umfasst Werke von Purcell, Bach, Rameau, Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Mendelssohn und Chopin. Viele dieser Einspielungen erlangten weltweite Anerkennung und wurden mit renommierten Preisen ausgezeichnet. Zuletzt erschienen die Klarinettenkonzerte von Carl Maria von Webern, gespielt von Eric Hoeprich, und die Cellokonzerte von Carl Philipp Emanuel Bach mit Roel Dieltiens. Mit Daniel Reuss und seinem Chor Cappella Amsterdam nahm das Orchester kürzlich Beethovens Missa Solemnis und Brahms‘ Ein deutsches Requiem auf.

Im August 2014 musste sich das Orchester von seinem Freund, Dirigenten und Gründungsvater Frans Brüggen für immer verabschieden. Das Orchester beschloss, die Tradition von sieben Projekten pro Jahr fortzusetzen und nun Gäste als musikalische Leiter einzuladen. Brüggens Inspiration wird jedoch bleiben und das Orchester auch in den kommenden Jahren leiten In letzter Zeit ging das Orchester mit Gastdirigenten wie Daniel Reuss, Kenneth Montgomery, Roger Norrington, Philippe Herreweghe, Sigiswald Kuijken, Marcus Creed, Jonathan Nott, Andrea Marcon, Jonathan Darlington und Ivan Fisher auf internationale Tourneen.

Das Orchester des 18. Jahrhunderts konzertiert auch in kleineren Besetzungen, die von ihren Konzertmeistern Marc Destrubé aus Kanada und dem österreichischen Geiger Alexander Janiczek geleitet werden. Das Orchester lädt regelmäßig gleichgesinnte Solisten als musikalische Leiter ein, darunter Kristian Bezuidenhout, Isabelle Faust, Alexander Melnikov und Maria João Pires. Im Mai 2022 ist ein Haydn-Projekt mit Nicolas Alstaedt geplant.

Kürzlich lud das Orchester Louis Andriessen ein, ein Stück für Orchester und Chor zu komponieren, das dem Andenken von Frans Brüggen gewidmet ist. Die Premiere im Mai 2020 im Amsterdamer Concertgebouw war der Ausgangspunkt für den 40. Geburtstag
des Orchesters: die ersten vier glücklichen Jahrzehnte mit 50 Freunden, die 300 Kompositionen von 38 Komponisten während 169 Tourneen in 350 Städten, 35 Ländern und 5 Kontinenten aufführten.

In Deutschland ist das Orchester des 18. Jahrhunderts 2021 mehrfach zu hören. Mit Nicolas Altstaedt am 25. Mai in der Hamburger Elbphilharmonie, beim Musikfest Bremen mit Alexander Melnikov am 30. August und schließlich u.a. mit einer Andriessen Uraufführung am 19. Oktober in der Kölner Philharmonie und danach am 22. Oktober in der Essener Philharmonie. Das Oktober Programm umfasst das letzte Werk von Louis Andriessen „May“ in memoriam Frans Brüggen und Mozarts „Requiem“.

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Bettina Schimmer Julia Mauritz