Alejo Pérez

Dirigent

Dirigent

Biografie

Sicheres Stilempfinden und die Fähigkeit, die Komplexität jeder Partitur detailgenau auszuloten, zeichnen Alejo Pérez als Konzert- und Operndirigenten aus. Konsequent hat er sich damit einen festen Platz in der internationalen Opern- und Konzertlandschaft gesichert.

In jüngster Zeit überzeugte er wiederholt bei den Salzburger Festspielen (u.a. Gounods „Faust“ mit den Wiener Philharmonikern), am Teatro Colón („Parsifal“ und „Der Rosenkavalier“) an der Semperoper Dresden („Carmen“) und an der Lyric Opera of Chicago („Eugen Onegin“).

Während seiner ersten Saison als Musikdirektor der Opera Ballet Vlaanderen, in die er im September 2019 startete, dirigiert er Verdis „Don Carlos“ (Regie: Johan Simons) und Messa da Requiem, Schrekers selten aufgeführten „Schmied von Gent“, „Sacre“ (Choreografie: Bausch/Cherkaoui) sowie Konzertprogramme mit Werken von Beethoven, Schönberg, Berio und Mahler. Weitere Saisonhöhepunkte sind sein Debüt mit dem Seoul Philharmonic Orchestra und eine von Ai Weiwei inszenierte Neuproduktion von Puccinis „Turandot“ am Teatro dell’Opera di Roma.

Zu den zahlreichen internationalen Orchestern, die Alejo Pérez in den letzten Jahren dirigierte, gehören das Philharmonia Orchestra London, Orchestre de la Suisse Romande, Orchestra del Teatro Comunale di Bologna, das SWR Symphonieorchester, Gürzenich-Orchester Köln, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin und die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen. Außerdem arbeitete er mit dem Ensemble Modern, Ensemble Intercontemporain und Klangforum Wien.

Der polyglotte Argentinier kam als Student in seiner Heimatstadt Buenos Aires über das Komponieren zum Dirigieren. Wichtige Stationen waren für Alejo Pérez Assistenzen bei Peter Eötvös, dessen Opern „Angels in America“ und „Lady Sarashina“ er aus der Taufe hob, sowie bei Christoph von Dohnányi beim NDR Sinfonieorchester, welches er regelmäßig dirigierte.

Als musikalischer Leiter des Teatro Argentino de La Plata verhalf Alejo Pérez diesem bedeutenden argentinischen Opernhaus von 2009 bis 2012 zu neuem Glanz und realisierte dort großes Repertoire wie Mahlers 8. Symphonie, „Nabucco“, „Don Carlos“, „La Damnation de Faust“, „Lady Macbeth von Mtsensk“, „Tristan und Isolde“ und „Das Rheingold“.

Am Teatro Real Madrid zählte er während der Ära Gerard Mortier ab 2010 zu dem Kreis künstlerisch prägender Dirigenten und leitete das Orquesta Sinfónica de Madrid in Konzerten mit Plácido Domingo, Teresa Berganza und Ian Bostridge sowie in viel beachteten Produktionen von „Rienzi“, „Don Giovanni“, „Tod in Venedig“, Golijovs „Ainadamar“ und Rihms „Die Eroberung von Mexico“. Eine langjährige kontinuierliche Zusammenarbeit verbindet ihn mit der Opéra de Lyon („Pelléas et Mélisande“, „Die Gezeichneten“, Raskatow‘s „GerMania“, u.a.), sowie mit dem Teatro dell’Opera di Roma („La Cenerentola“, „Die Nase“, „Lulu“).

Alejo Pérez gastierte außerdem an wichtigen Häusern wie der Pariser Opéra de Bastille, der Norwegian National Opera, den Opern Köln, Frankfurt und Leipzig, dem Teatr Wielki Warschau und La Monnaie de Munt in Brüssel.

Kontakt

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Bettina Schimmer Sabine Knodt

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