Alejo Pérez

Dirigent

Dirigent

Biografie

Sicheres Stilempfinden und die Fähigkeit, die Komplexität jeder Partitur detailgenau auszuloten, zeichnen Alejo Pérez als Konzert- und Operndirigenten aus. Konsequent hat er sich damit einen festen Platz in der internationalen Opern- und Konzertlandschaft gesichert.

Seit September 2019 prägt Alejo Pérez als Musikdirektor der Opera Vlaanderen die Klangkultur des Hauses, welches in den letzten Jahren große internationale Anerkennung erfuhr. Mit Neuproduktionen von Pelléas et Mélisande (Regie: Abramovic, Cherkaoui), Lohengrin (David Alden), Don Carlos (Johan Simons) und Schrekers Schmied von Gent (Ersan Mondtag) setzte er starke Akzente. In der Spielzeit 2021/22 ist er mit dem Symfonisch Orkest Opera Ballet Vlaanderen in Gent und Flandern mit Aufführungen von Richard Strauss‘ Ariadne auf Naxos (9., 12., 14., 17. November 21), Sciarrinos La nuova Euridice secondo Rilke (23. + 26. Oktober 21), Berlioz’ Roméo et Juliette (24. + 27. Februar 22) und einer neuen Fassung von Alain Platels C(h)oeurs (Premiere am 13. März 22) zu erleben.

In den letzten Jahren überzeugte Alejo Pérez wiederholt bei den Salzburger Festspielen (u.a. Gounods Faust mit den Wiener Philharmonikern), am Teatro Colón (Parsifal, Der Rosenkavalier, Ariadne auf Naxos), an der Semperoper Dresden und an der Lyric Opera of Chicago. Und so ist er auch in der Saison 2021/22 international präsent, u.a. mit seinem Debüt am Grand Théâtre de Genève mit einer Neuproduktion von Prokofjews Krieg und Frieden (Calixto Bieito) und einem Gastdirigat an der Wiener Staatsoper (Carmen). Zudem erfolgte nach seinem gelungenen Debüt des Freischütz (2018) eine Wiedereinladung an die Nikikai Opera in Tokio, diesmal für eine Neuproduktion von Die Frau ohne Schatten (Peter Konwitschny).

Detailgenauigkeit und ein „Sinn für den großen Bogen“, wie es Eleonore Büning in der Neuen Zürcher Zeitung formulierte, werden bei Pérez hoch gelobt. Er sei „ein Theaterdirigent“, schreibt die Deutsche Bühne in ihrem Porträt, und trifft einen wesentlichen Kern von Pérez‘ Art zu arbeiten: Nicht nur er öffnet sich für die Ideen und Innovationen eines Regisseurs oder einer Regisseurin, zugleich bringt er seine Partner auch dazu, die Musik als wesentlichen Bestandteil des Musiktheaters zu gewichten.

2019 wurde Alejo Pérez für seine herausragenden künstlerischen Leistungen der Konex Platinum Award verliehen – eine der höchsten nationalen Auszeichnungen Argentiniens.

Zu den zahlreichen internationalen Orchestern, die Alejo Pérez in den letzten Jahren dirigierte, gehören das Philharmonia Orchestra London, Orchestre de la Suisse Romande, Orchestra del Teatro Comunale di Bologna, das SWR Symphonieorchester, Gürzenich-Orchester Köln, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin und die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen. Außerdem arbeitete er mit dem Ensemble Modern, Ensemble Intercontemporain und Klangforum Wien.

Der polyglotte Argentinier kam als Student in seiner Heimatstadt Buenos Aires über das Komponieren zum Dirigieren. Wichtige Stationen waren für Alejo Pérez Assistenzen bei Peter Eötvös, dessen Opern „Angels in America“ und „Lady Sarashina“ er aus der Taufe hob, sowie bei Christoph von Dohnányi beim NDR Sinfonieorchester, welches er regelmäßig dirigierte.

Als musikalischer Leiter des Teatro Argentino de La Plata verhalf Alejo Pérez diesem bedeutenden argentinischen Opernhaus von 2009 bis 2012 zu neuem Glanz und realisierte dort großes Repertoire wie Mahlers 8. Symphonie, „Nabucco“, „Don Carlos“, „La Damnation de Faust“, „Lady Macbeth von Mtsensk“, „Tristan und Isolde“ und „Das Rheingold“.

Am Teatro Real Madrid zählte er während der Ära Gerard Mortier ab 2010 zu dem Kreis künstlerisch prägender Dirigenten und leitete das Orquesta Sinfónica de Madrid in Konzerten mit Plácido Domingo, Teresa Berganza und Ian Bostridge sowie in viel beachteten Produktionen von „Rienzi“, „Don Giovanni“, „Tod in Venedig“, Golijovs „Ainadamar“ und Rihms „Die Eroberung von Mexico“. Eine langjährige kontinuierliche Zusammenarbeit verbindet ihn mit der Opéra de Lyon („Pelléas et Mélisande“, „Die Gezeichneten“, Raskatow‘s „GerMania“, u.a.), sowie mit dem Teatro dell’Opera di Roma („La Cenerentola“, „Die Nase“, „Lulu“).

Alejo Pérez gastierte außerdem an wichtigen Häusern wie der Pariser Opéra de Bastille, der Norwegian National Opera, den Opern Köln, Frankfurt und Leipzig, dem Teatr Wielki Warschau und La Monnaie de Munt in Brüssel.

> www.alejoperez.com

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Bettina Schimmer Friederike Eckhardt
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