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Hell und klar im Undurchdringlichen – ein Fährmann für die Musik: Die Saison 19/20 von Titus Engel

„Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle“, sinnierte Albert Einstein. Der Dirigent und studierte Philosoph Titus Engel würde dem berühmten Physiker vermutlich sofort zustimmen. Konfrontiert sich der gebürtige Zürcher doch selbst immer wieder mit dem Verrätselten und vermeintlich Undurchdringlichen komplexester Partituren – und bei den von ihm geleiteten zahlreichen Uraufführungen gar mit bislang Ungehörtem, noch nie Erklungenem. Wer nach einem Fährmann für die Musik fern von Spezialistentum und Eindimensionalität sucht, mit Weitsicht auf Gesamtkunstwerk und Repertoire, erreicht mit Titus Engel zielsicher und souverän das ersehnte Ufer – dies freilich nach einer Überfahrt durch atemberaubende emotionsgeladene Stromschnellen, in denen der Schweizer trotz „der komplexesten Schichtung von Rhythmen, Metren und Harmonien die Übersicht behält“ (Badische Zeitung).

Opernpremieren in Genf, Lyon/Muscat und Stuttgart
Mit Albert Einstein hätte sich Titus Engel allzu gerne einmal über das Universum unterhalten, gestand er jüngst in einem Interview. Wenn er nun zu Saisonbeginn in Genf das rund vierstündige Gesamtkunstwerk „Einstein on the Beach“ (Premiere: 11.9.) von Philip Glass und Robert Wilson dirigiert, ist dies also gleich aus mehreren Gründen eine Herzensangelegenheit: Für Engel zählt diese Partitur nämlich „zu den wichtigsten Opern des 20. Jahrhunderts, ein epochales Meisterwerk, eine grandiose Verflechtung von Musik und Szene. Inzwischen ist jedoch die Originalinterpretation für meinen Geschmack etwas in die Jahre gekommen und es ist an der Zeit, neue Interpretationen zu wagen.“

Maurice Ravels 1925 uraufgeführte zweiteilige Fantaisie lyrique „L’enfant et les sortilèges“ gilt heute als Opus summum seines künstlerischen Schaffens und das eigentliche musikalische Testament des Franzosen. Bei der von James Bonas realisierten Neuinszenierung dieses selten gespielten Bühnenwerks, in dem ein ungezogener Junge nach einem Wutausbruch von Tieren gequält, bestraft und ihm dann schließlich verziehen wird, übernimmt Titus Engel an der Oper Lyon (ab 16.11.) die musikalische Leitung. Die eigentliche Premiere dieser Produktion findet übrigens vorgezogen im Golfstaat Oman statt: Am 26. Oktober steht der Schweizer somit erstmals am Pult des Opernhauses der Hauptstadt Maskat (eng.: Muscat).

Als Operndirigent ist Titus Engel in der kommenden Spielzeit gleich dreimal auch an deutschen Bühnen zu Gast: In Stuttgart wird er zunächst im Februar die mit Spannung erwartete Uraufführung von „Boris“ (Premiere: 2.2.2020) musikalisch verantworten – eine Verschmelzung der Mussorgskij-Oper „Boris Godunow“ von 1869 mit dem Auftragswerk „Secondhand-Zeit“ von Sergej Newski nach der literarischen Vorlage von Swetlana Alexijewitsch.

Wiederaufnahmen an der Oper Frankfurt
In Frankfurt am Main steht Titus Engel im März bei Arthur Honeggers „Jeanne d’Arc au bucher“ (Premiere: 14.3.2020) am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters – eine Wiederaufnahme der erfolgreichen Inszenierung von Àlex Ollévon. Am selben Spielort schließt sich in der Börsenmetropole einen Monat später mit Mozarts „Don Giovanni“ (Premiere: 24.4.2020) eine weitere von Engel geleitete Wiederaufnahme an – ein Werk, das der Schweizer bereits 2005 in Hamburg mit großem Erfolg dirigierte und bei dem er seinem Faible für historische Aufführungspraxis nachkommen kann.

Konzertprojekte
Die andere große Leidenschaft jenseits der Opernbühne ist für Titus Engel seit Jahren die Ensemblearbeit an und mit neuen und neuesten Partituren. Bereits am 3. Oktober 2019 übernimmt er beim Match Cut Festival in Berlin, wo u.a. Uraufführungen von Sinem Altan, Mischa Tangian, Phillip Sollmann und John Gürtler erklingen werden, die Leitung des Zafraan Ensemble und des Babylon Orchestra. In Hannover gastiert er dann im Mai 2020 am Pult des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover im 7. Sinfoniekonzert der Saison, bei dem neben Edvard Grieg und Carl Nielsen auch des 2013 uraufgeführte Orchesterliederzyklus „Let me tell you“ von Hans Abrahamsen mit der Sopranistin Nicole Chevalier zur Aufführung kommt. Im Rahmen des Kölner Neue-Musik-Festivals „Acht Brücken“ wird er am 10. Mai 2020 Karlheinz Stockhausens „Inori“ leiten. Und schließlich obliegt Titus Engel die musikalische Verantwortung beim Preisträgerkonzert der „Saarbrücker Komponistenwerkstatt“ am 29. Mai 2020 im Sendesaal des SR.

> detaillierte Presseinformation zur Saison 19/20 des Dirigenten Titus Engel

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