Schimmer PR - Public Relations for music

Schlagendes Schweizer Argument gegen Spezialistentum: Termine und Projekte 2018/19 des Dirigenten Titus Engel

In der aktuellen Saison liegen auf Titus Engels Notenpult u.a. Partituren von WertmĂŒller, Ives, Cardew, Cleare, Quero, Barden, Adamek, Zubel oder Smolka. Seine Leidenschaft fĂŒr die Neue Musik kommt dabei nicht von ungefĂ€hr. Denn mit ihrem Einstudieren, AuffĂŒhren und Miterleben sind Musiker wie Zuhörer zwangslĂ€ufig herausgefordert, Traditionelles infrage zu stellen, Etabliertes zu erschĂŒttern, Neues zuzulassen, sich ins Unbekannte vorzuwagen. Und Musikmachen versteht Titus Engel nun mal als zentralen und notwendigen Impuls „fĂŒr einen positiven gesellschaftlichen Prozess. Darin ist es unsere Aufgabe als KĂŒnstler, Angebote fĂŒr die Menschen zu machen, bei denen es um die Differenzierung der Welt und die Differenzierung der Wahrnehmung geht. Wir mĂŒssen den Diskurs am Laufen halten, zu einfachen Wahrheiten widersprechen, zumindest Gegenmodelle dafĂŒr hinstellen.“

Dass Titus Engel dazu mit gleicher Begeisterung und Kompetenz regelmĂ€ĂŸig auch bestens bekannte Partituren vergangener Jahrhunderte bzw. Epochen befragt, zeigte Anfang 2018 seine „Traviata“ am Basler Theater, wo er zuvor noch als Stockhausen-Dirigent brilliert hatte: „Ein schlagendes Argument gegen blindes Vertrauen aufs Spezialistentum“, jubelte anschließend Opernwelt, wĂ€hrend die FAZ ĂŒber Engels Verdi-Dirigat schrieb: „Musikalisch steht und fĂ€llt diese Produktion mit dem Mann am Pult des Basler Sinfonieorchesters. Er hat diese Opernpartitur studiert, als wĂ€re sie eine Mahler-Symphonie, und prĂ€sentiert sie nun mit analytischem Impetus. Fabelhaft ist ferner Engels Umgang mit den einzelnen Orchesterfarben.“

Und dieser ist nun im November auch wieder ganz besonders gefragt bei seinem ersten Opernprojekt der Saison 2018/19: Denn in Stuttgart leitet Titus Engel viermal „Herzog Blaubarts Burg“ von BĂ©la BartĂłk (Premiere: 2.11.2018, weitere Termine 4.11, 9.11., 11.11.), eine Musik gewordene „Utopie vom Vertrauen“ (S. Schmerda), die keine „einfachen Wahrheiten“ verkĂŒndet, sondern gnadenlos hinterfragt – hier als endloses Frage-Antwort-Spiel eines Liebespaares (Falk Struckmann als Blaubart, Claudia Mahnke als Judith), dessen innere Einsamkeit unĂŒberwindbar bleibt. Bei diesem Projekt freut sich der Dirigent ganz besonders auf die Zusammenarbeit mit Hans Op de Beek, „einem der spannendsten Bildenden KĂŒnstler unserer Zeit. Es wird ein Blaubart, aus der Installation entstehend – Bildende Kunst mit Oper verbunden.“ Der KĂŒnstler Op de Beeck lĂ€sst dazu die mystischen RĂ€ume des Herzogs, in denen die Zeit versteinert steht und ZukĂŒnftiges keinen Platz zu haben scheint, an einer außergewöhnlichen Opern-Location entstehen: in dem ehemaligen Paketpostamt im Norden der Stadt.

Das zweite große Opernprojekt von Titus Engel ist dann nichts weniger als eine WelturauffĂŒhrung, und zwar in bewĂ€hrtem Team: „Als Weiterentwicklung der Zusammenarbeit mit Michael WertmĂŒller und Dea Loher hatte ich nach dem großartigen „Weine nicht, singe“ (Staatsoper Hamburg 2015) die Idee, dem Theater Basel eine Oper von WertmĂŒller vorzuschlagen – und daraus ist jetzt ‚Diodati. Unendlich‘ geworden. Eine packende Partitur, die ich mit Lydia Steier (Regie) umsetze, mit der ich ja schon Stockhausens ‚Donnerstag‘ aus ‚Licht‘ gemacht habe.“ Premiere des Auftragswerks des Theater Basel ist am 21.2.2019.

Weitere Projekte sind Cornelius Cardews „The Great Learning“ in der Tonhalle ZĂŒrich am 18. November, UrauffĂŒhrungen im Rahmen der Wittener Tage fĂŒr neue Kammermusik am 12. Mai 2019 sowie das DebĂŒt beim Philharmonia Orchestra in London am 13. Juni 2019.

> vollstÀndige Presseinformation

Schimmer PR | Köln & Berlin | team[at]schimmer-pr.de | Copyright © 2018. All Rights Reserved. Impressum | Imprint | Datenschutz | Privacy Policy