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Holger Falk übernimmt Professur für Liedinterpretation an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz ab Sommer 2019

(c) Kaupo Kikkas

Holger Falk folgt dem Ruf an die Universität für Musik und darstellende Kunst Graz: Dort übernimmt er ab dem Sommersemester 2019 die Professur für Liedinterpretation, Oratorium und Aufführungspraxis für zeitgenössische Musik. Neben dem bereits bestehenden Studiengang für Lied und Oratorium wird der neue Master-Studiengang „Performance Practice for Contemporary Music“ für Sänger eingeführt. Diesen gab es bisher nur für Instrumentalisten, nun wird es ihn auch für Gesangsstudierende geben. Darüber freut sich Holger Falk ganz besonders, denn „die Gesangstradition an Musikhochschulen hört oft schon mit Hugo Wolf auf. Wir werden den besonderen Stellenwert, den die zeitgenössische Musik an der Kunstuniversität Graz genießt nun auf die Vokalmusik ausweiten. In diesem Master-Studiengang wird vorrangig zeitgenössische Musik bzw. die Musik der letzten 70 Jahre behandelt. Mein Lehrstuhl in seiner Gesamtheit trifft mit der Kombination aus klassischem Liedgesang und zeitgenössischer Musik genau das, was ich am liebsten mache.“

Holger Falk ist ein international gefragter Interpret für Lied und Oper. Viele Werke brachte der Bariton zur Uraufführung, wie z.B. von Peter Eötvös (Der goldene Drache, Paradise reloaded) oder Beat Furrer (La biancha notte). 2017 wurde seine Aufnahme „Hanns Eisler Lieder Vol. 1“, die erste einer vierteiligen Reihe der Lieder Hanns Eislers (MDG), mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet und 2016 erhielt er den ECHO Klassik für seine Gesamtaufnahme der Mélodies et Chansons von Erik Satie in der Kategorie Solistische Einspielung Gesang/Lied.

Erst im Oktober 2018 gab er sein Erfolgs-Debüt in den USA: Zusammen mit Julius Drake war er zu Gast bei der Phillips Collection Washington. Die Washington Post bezeichnete den Liederabend als „das herausragende Recital der Saison“ von „unvergesslicher Musikalität“. Im Programm kombinierten sie „Scharfsinnigkeit und Kraft in einer atemberaubenden Zurschaustellung virtuosen Zusammenspiels“ (> Online-Artikel). Weitere Einladungen führten die beiden an die Frick Collection NYC und zur Chamber Music Society in Cleveland. In Europa ist Falk in dieser Saison zu Gast beim Heidelberger Frühling, den Ludwigsburger Schlossfestspielen, den Rathauskonzerten Regensburg und am Megaron Athen. Außerdem singt er Konzerte am Wiener Konzerthaus, der Elbphilharmonie Hamburg, am Muziekgebouw aan’t IJ Amsterdam und in der Kölner Philharmonie. Darüber hinaus interpretiert er die Uraufführung von Michael Wertmüllers Musiktheater DIODATI. UNENDLICH am Theater Basel (Februar 2019, Regie: Lydia Steier, Dirigat: Titus Engel).

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