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OH! – „Ein Ausrufezeichen der Qualität“ – Die Opernfestspiele Heidenheim vom 13. Juni bis 29. Juli 2018

Musik und speziell Musiktheater werden nicht im luftleeren Raum gemacht, sondern sehen sich stets auch mit der aktuellen gesellschaftspolitischen Realität konfrontiert. Diesbezüglich schärfen die Opernfestspiele Heidenheim 2018 ihr Profil nachhaltig, ist doch für den kommenden Sommer das Motto „Zuflucht“ als thematischer roter Faden ausgelegt. Mit den Neuinszenierungen der beiden Verdi-Opern „Nabucco“ und „I Lombardi“ sowie dem Kinderstück „Moses‘ Entscheidung“ kommen drei große Erzählungen auf die Bühne, die geprägt sind „von Hoffnung, Angst, Verfolgung, Vertreibung, Errettung und nicht zuletzt – und trotzdem – auch von berührenden Liebesgeschichten im Dunstkreis erdrückender Mächte“, so Marcus Bosch. Was der Festspielbesucher dabei als persönlichen Jetztbezug herauslesen mag, bleibe ihm freilich selbst überlassen: „Aktuelles Weltgeschehen im Brennglas der Oper? Musikalisch-dramatische Verdichtung, die uns den persönlichen Blick ermöglicht und gerade damit auch eine Bewertung und Einordnung des Aktuellen? Schärfung unseres Blicks durch künstlerisches Arbeiten und Erleben? Ich wünsche es mir.“

In Giuseppe Verdis „Nabucco“ (Premiere: 29.6.2018) steht mit dem alttestamentlichen König Nebukadnezar eine Herrscherfigur im Zentrum, die sich selbst göttliche Gewalt zuspricht und im Größenwahn ganze Völker auszulöschen gedenkt. Ein Bühnenstoff, der heute kaum aktueller sein könnte: Unbedingte Freiheitssehnsucht und Kampf gegen Unterdrückung sind die zentralen dramatischen Triebfedern dieser Oper, mit der Verdi sein Durchbruch als Komponist gelang und die ihn über Nacht zu einem öffentlichen „homo politicus“ machte. Gilt doch das berühmte „Va, pensiero“, der sogenannte „Gefangenenchor“ oder auch „Freiheitschor“, bis heute als die heimliche Hymne aller Unterdrückten.

Die vor zwei Sommern gestartete Verdi-Reihe des Festivalorchesters Cappella Aquileia inklusive Radiomitschnitt (Deutschlandfunk Kultur) und CD-Veröffentlichung (im kommenden April erscheint zunächst der 2017er-Mitschnitt von „Un Giorno di Regno“) findet mit „I Lombardi“ (Premiere 19.7.2018 im Festspielhaus) in der Inszenierung von Tobias Heyder ihre Fortsetzung. Auch hier wieder ein Plot, der sich leicht in die Jetztzeit spiegeln lässt: nämlich die Konfrontation von Muslimen und Christen, im Solera-Libretto freilich vor der historischen Leinwand der mittelalterlichen Kreuzzüge.

Am 20. Juli ist das Quartett der Kritiker erstmals zu Gast bei den Opernfestspielen und stellt Aufnahmen von Giuseppe Verdis „I Lombardi“ vor. Vor der zweiten Vorstellung der Heidenheimer Produktion der vierten Verdi-Oper trifft sich das Quartett der Fach-Juroren und Großmeister der Konzert- und Schallplattenkritik auf dem Heidenheimer Schlossberg, um über herausragende CD-Einspielungen dieser Verdi-Oper zu diskutieren.

Der Vorverkauf für alle Veranstaltungen der Opernfestspiele 2018 startet am Montag, den 27. November 2017.

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