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Dejan Lazić – erstes Liszt-Album des kroatischen Pianisten und Komponisten

Franz Liszt gilt als eine der größten Doppelbegabungen der Musikgeschichte: Gleichermaßen als Klaviervirtuose wie auch als Komponist war er einzigartig, innovativ und fesselnd zugleich. Dass der gebürtige Kroate Dejan Lazić auf dem besten Wege ist, diesbezüglich in die Fußstapfen des ungarischen Romantikers zu treten, beweist der 40-Jährige seit Jahren als brillanter und gefeierter Pianist und nun zunehmend auch mit eigenen Tonschöpfungen: am 28. April 2017 wird seine Sinfonische Dichtung „Mozart und Salieri“ op. 21 in Indianapolis (USA) mit dem Indianapolis Symphony Orchestra unter der Leitung von Krzysztof Urbański uraufgeführt. Als Vater dieser musikalischen Gattung gilt übrigens niemand anderes als Franz Liszt. Und der ist es auch, dem Lazić sein neuestes Soloalbum beim Label Onyx mit dem Untertitel „Life, Love and Afterlife“ gewidmet hat (VÖ 21. April 2017).

Dejan Lazić ist einer der vielseitigen Künstler seiner Generation: Der Spross einer kroatischen Musikerfamilie offenbarte schon früh ein außergewöhnliches Talent an Klarinette und Klavier (für das Mozart-Jahr 1991 nahm er mit den Zagreber Solisten Mozarts Klavier- und Klarinettenkonzert auf), zudem begeisterte er sich bereits in jungen Jahren für die Komposition – bis heute übrigens „altmodisch mit Papier, Stift und Radiergummi – und da braucht man vor allem sehr viel Zeit“, so Lazić. Bereits während des Studiums am Salzburger Mozarteum trat er in den 1990ern sowohl als Solist als auch Kammermusiker auf, bevor 1999 seine erste Solo-CD erschien. Heute zählt der ECHO-Klassik-Preisträger zu den gefragtesten Virtuosen seiner Zunft, hat mit führenden internationalen Sinfonieorchestern weltweit konzertiert und Solo-Recitals in der Londoner Wigmore Hall, bei der Schubertiade Hohenems, im Teatro Colón in Buenos Aires, im Melbourne Recital Centre oder bei „Le Poisson Rouge“ in New York absolviert. In der laufenden Saison 2016/17 gab er sein Debüt beim legendären Tanglewood Music Festival mit dem Boston Symphony Orchestra unter Andris Nelsons und unternahm dieser Tage mit Iván Fischer und dem Budapest Festival Orchestra eine Europa-Tournee.

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