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Marcus Bosch – Dirigent

(c) Ulf Krentz

Marcus Bosch ist einer der profiliertesten Köpfe der deutschen Dirigentenszene – und ein weltweit gefragter Gastdirigent. Der deutsche KĂŒnstler mit brasilianisch-italienischen Wurzeln entschied sich frĂŒh fĂŒr die klassische Kapellmeisterlaufbahn: Nach Stationen an den Staatstheatern Wiesbaden und SaarbrĂŒcken und am Staatsorchester Halle war er von 2002 bis 2012 Generalmusikdirektor der Stadt Aachen, von 2011 bis 2018 GMD des Staatstheaters und der Staatsphilharmonie NĂŒrnberg. Sein Opernrepertoire umfasst seither mehr als 90 Musiktheaterwerke, darunter Großprojekte wie Wagners Ring-Tetralogie und Berlioz‘ Les Troyens. Mit CD-Live-Mitschnitten der Sinfonien von Anton Bruckner gelang es ihm, das Sinfonieorchester Aachen, dem einst Dirigierlegenden wie Herbert von Karajan und Wolfgang Sawallisch vorstanden, wieder auf die internationale Klassik-Landkarte zu setzen. „Ein erregendes Hörerlebnis“, urteilte der Kulturspiegel, und der WDR resĂŒmierte, der Aachener Zyklus brĂ€uchte „keine prominente Namen zu fĂŒrchten.“ Auch die Brahms-Einspielungen bestĂ€tigten die herausragende QualitĂ€t, die Bosch mit dem Aachener Orchester erreicht hatte.

In NĂŒrnberg glĂŒckte Marcus Bosch ein Ă€hnliches KunststĂŒck mit der Einspielung der neun DvorĂĄk-Sinfonien sowie der Sinfonischen Dichtungen. Auch diesem Zyklus bescheinigte die Kritik eine „wunderbare ErzĂ€hlhaltung“. Klassik.com sprach sogar von einem „GlĂŒcksgriff fĂŒr alle DvorĂĄk-Fans“.

2010 ĂŒbernahm Marcus Bosch die KĂŒnstlerische Leitung der altehrwĂŒrdigen Opernfestspiele Heidenheim, die sich unter seiner Leitung in dieser Zeit zu einem international renommierten Opernfestival entwickelt haben. Dies nicht zuletzt wegen der hochkarĂ€tig besetzten Cappella Aquileia, dem Orchester der Opernfestspiele Heidenheim, das auf Initiative von Marcus Bosch gegrĂŒndet wurde.

Überhaupt geht der „Hör-VerfĂŒhrer“, wie ihn Deutschlandfunk Kultur nannte, immer wieder neue, innovative Wege: Er entwickelt gern neue Konzert- und Veranstaltungsformate, dirigierte 2008 die weltweit erste frei zugĂ€ngliche Live-InternetĂŒbertragung („Salome“ in Aachen) und 2012 die erste live in Kinos ĂŒbertragene Opernpremiere („Tristan und Isolde“ in NĂŒrnberg). Mit dem NĂŒrnberger Klassik Open Air leitete er mehrmals die grĂ¶ĂŸte Klassikveranstaltung Europas.

2016 begann fĂŒr ihn ein neuer Lebensabschnitt: Als ordentlicher Professor an der Hochschule fĂŒr Musik und Theater MĂŒnchen vermittelt er sein Wissen und seine Erfahrung dem Dirigier-Nachwuchs. Dennoch ist Marcus Bosch weiterhin als Gastdirigent aktiv, zuletzt etwa beim Gewandhausorchester Leipzig, an der Deutschen Oper Berlin, an der Oper in Köln oder an der Hamburgischen Staatsoper. Er hat inzwischen ĂŒber 100 Orchester in aller Welt dirigiert, in dieser Saison fĂŒhrt ihn sein Weg u.a. nach Wien, Mailand, Parma, Palermo und Katar. Als neugieriger und offener Mensch pflegt er ein sehr breites Konzert- und Opernrepertoire. Zahlreiche UrauffĂŒhrungen hat er verantwortet und mit prĂ€genden Regisseuren wie Peter Konwitschny, Calixto Bieito und StĂ©phane Braunschweig zusammengearbeitet. 2018 ĂŒbernahm er zudem die kĂŒnstlerische Verantwortung bei der Norddeutschen Philharmonie Rostock – als Conductor in residence. Bei der SĂŒdwestdeutschen Philharmonie Konstanz hat er die Position des Ersten Gastdirigenten inne.

Dass er ein Teamplayer ist, beweist zudem seine Initiative, fĂŒr die deutschen Generalmusikdirektoren eine Plattform zum Austausch zu schaffen: Marcus Bosch ist Vorsitzender der deutschen GMD-Konferenz.

> Pressetext zur CD Un Giorno di regno

> Pressetext zur CD mit der 1. Sinfonie von Antonín Dvoƙák

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