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Steven Sloane – Dirigent

Foto: Christoph Fein

Künstlerische Vision und unermüdliches kulturpolitisches Engagement: Das sind die Qualitäten, die den aus Los Angeles stammenden amerikanisch-israelischen Dirigenten Steven Sloane weltweit bekannt gemacht haben. Der ehemalige Schüler von Eugene Ormandy, Franco Ferrara und Gary Bertini prägte schon früh Festivals und Opernhäuser wie das Spoleto Festival in Charleston (Musikdirektor 1996-2000) oder die Opera North in Leeds (Künstlerischer Leiter 1999-2003). Darüber hinaus wirkte er als Chefdirigent des American Composers Orchestra und des Stavanger Symphony Orchestra (2007-2013) und gastiert regelmäßig bei renommierten Orchestern wie dem London Philharmonic Orchestra oder dem San Francisco Symphony.

Seit der Spielzeit 2018/19 wirkt Steven Sloane als Erster Gastdirigent und Künstlerischer Berater an der Oper Malmö, an der er ab Dezember 2019 Puccinis „Tosca“ dirigiert.

Als langjähriger Generalmusikdirektor der Bochumer Symphoniker, die unter seiner Leitung zu einem der führenden Orchester Deutschlands avancierten, hat er den Bau des neuen Anneliese Brost Musikforums Ruhr, das 2016 mit großer internationaler Resonanz eröffnet wurde, entschieden vorangetrieben.

Aktuelles Highlights mit den Bochumer Symphoniker ist die Musiktheaterproduktion „Evolution“ unter der Regie von Kornél Mundruczó basierend auf Ligetis „Requiem“ bei der Ruhrtriennale 2019.

Steven Sloane ist ein gefragter Operndirigent und reüssierte an Häusern wie dem Royal Opera House London (Le Nozze di Figaro) oder der L.A. Opera (Goldenthal: Grendel). Zu seinen jüngsten Opernerfolgen zählen die Neuproduktion von Brittens Sommernachtstraum am Grand Théâtre de Genève, die herausragende Berlinpremiere von Aribert Reimanns „Medea“ an der Komischen Oper und „Cileas Adriana Lecouvreur“ an der Oper Frankfurt.

Education und Nachwuchsförderung liegen Steven Sloane besonders am Herzen, so dirigiert er regelmäßig Nachwuchsorchester wie die Junge Deutsche Philharmonie, das Bundesjugendorchester oder das Young Israel Philharmonic Orchestra. Als Professor an der Berliner Universität der Künste verwirklicht er seit Herbst 2013 seine Vision einer International Conducting Academy.

Zu Beginn der Saison 2020/21 wird er neuer Music Director des Jerusalem Symphony Orchestra, ab Oktober 2019 wird er als Music Director Designate bereits drei Sinfoniekonzerte leiten und mit der künstlerischen Planung beginnen.

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