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Steven Sloane – Dirigent

Foto: Christoph Fein

Künstlerische Vision und unermüdliches kulturpolitisches Engagement: das sind die Qualitäten, die den aus Los Angeles stammenden amerikanisch-israelischen Dirigenten Steven Sloane weltweit bekannt gemacht haben. Der ehemalige Schüler von Eugene Ormandy, Franco Ferrara und Gary Bertini prägte schon früh Festivals und Opernhäuser wie das Spoleto Festival in Charleston oder die Opera North in Leeds. Darüber hinaus wirkte er als Chefdirigent des American Composers Orchestra und des Stavanger Symphony Orchestra sowie als Artistic Direktor für das europäische Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010.

Steven Sloane gastiert regelmäßig bei renommierten Orchestern wie dem London Philharmonic Orchestra, San Francisco Symphony, Israel Philharmonic, Sydney Symphony, Tokyo Metropolitan, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, hr-Sinfonieorchester, Philharmonia Orchestra London, City of Birmingham Symphony Orchestra, Orchestre Philharmonique de Radio France, Orquestra Sinfônica do Estado de São Paulo und dem Chicago Symphony Orchestra.

Vor kurzem wurde Steven Sloane zum Music Director des Jerusalem Symphony Orchestra mit Beginn in der Saison 2020/21 berufen. Weiterhin wirkt er als Erster Gastdirigent und Künstlerischer Berater an der Oper Malmö, wo er in der laufenden Saison eine Neuproduktion von Puccinis Tosca leitet.

Als langjähriger Generalmusikdirektor der Bochumer Symphoniker, die unter seiner Leitung zu einem der führenden Orchester Deutschlands avancierten, hat er den Bau des 2016 eröffneten Anneliese Brost Musikforum Ruhr entschieden vorangetrieben. Zu den aktuellen Highlights seiner Arbeit bei den Bochumer Symphonikern gehört Ligetis Requiem bei der RuhrTriennale 2019 ebenso wie David Langs neue Oper Prisoner of the State: Das Werk entstand im Ko-Auftrag mit dem New York Philharmonic Orchestra, De Doelen Rotterdam, dem Londoner Barbican Centre, dem Auditori Barcelona, dem Concertgebouw Brügge und der Oper Malmö und erfährt im Mai 2020 seine deutsche Erstaufführung in Bochum.

Steven Sloane ist ein gefragter Operndirigent und reüssierte an Häusern wie dem Royal Opera House London (Le Nozze di Figaro), der L.A. Opera (Dido und Aeneas/Herzog Blaubarts Burg), San Francisco Opera (Wallace: Bonesetter’s Daughter), Königliche Oper Kopenhagen (Madama Butterfly), Grand Théâtre de Genève (Britten: A Midsummer Night’s Dream), Houston Grand Opera (Die Sache Makropulos, Zauberflöte), Welsh National Opera (Iphigénie en Tauride), der Deutschen Oper Berlin (Die Liebe zu den drei Orangen) und der Oper Stuttgart (Macbeth) sowie bei Festivals in Hong Kong (Salome), Santa Fe (Káťa Kabanová), Edinburgh (Genoveva), Salzburg (Feldman: Neither) und New York (Lincoln Center Festival mit Zimmermanns Die Soldaten, Mark-Anthony Turnage’s Anna Nicole an der NY City Opera). Zu seinen jüngsten Opernerfolgen zählen die herausragende Berlin-Premiere von Aribert Reimanns Medea an der Komischen Oper, Cileas Adriana Lecouvreur an der Oper Frankfurt, Der Fliegende Holländer in Malmö und Salome beim Spoleto Festival USA.

Education und Nachwuchsförderung liegen Steven Sloane besonders am Herzen, so dirigiert er regelmäßig die Junge Deutsche Philharmonie, das Bundesjugendorchester oder das Young Israel Philharmonic Orchestra. An der Berliner Universität der Künste verwirklicht er seit Herbst 2013 seine Vision einer International Conducting Academy.

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